Ja, wo fang ich an?:)

Am Besten ganz vorn.

 

Da wir jedes Jahr eine größere Fahrt, in Verknüpfung eines Geburtstages, nach Dortmund mit Übernachtung planen, und sich die Herren über die unsittlichen Temperaturen und das Schneetreiben in den Wintermonaten echauffierten, war relativ schnell klar, dass es nur ein Datum geben kann. Der 14.5.2011. Mein Geburstag und zugleich letzter Spieltag der Bundesliga. 

 

Am 25.10.2010 buchten wir in waiser Voraussicht 10 Betten im B&B Hotel Dortmund-Messe. Hinfahrt mit dem Wochenend-Ticket, Rückfahrt eigentlich auch. Jedoch wäre die letzte mögliche Verbindung gegen 13 Uhr gewesen. Nix da, wir wollen zur Meisterfeier. So haben wir am 07.03.2011 ein so genanntes Gruppenticket gebucht, welches uns sogar im ICE Zutritt verschaffte. Für unsere Verhältnisse etwas dekadent, jedoch störte sich meines Wissens niemand dran.

 

Am 13.5.2011 trafen sich dann die Chemnitzer Borussen bei mir daheim, um gemeinsam in meinen Geburtstag zu feiern. Unser Zug startete am Chemnitzer Hauptbahnhof um 4:23 Uhr zunächst Richtung Leipzig. Dort angekommen, erstmal Kaffee geordert und zwei,drei Liedchen angestimmt. Potzblitz leuchtete es in mehreren Ecken des Leipziger Bahnhofes ebenfalls in schwarz und gelb.

 

Nächster Halt, Halle(Saale). Dort stiegen weiter dutzend Borussen zu, die mit uns diverses Liedgut an die Mitmenschen gesanglich wiedergegeben haben. Man darf dabei nicht vergessen, dass wir keine Minute geschlafen hatten, der Biervorrat (Staropramen aus dem wunderschön dosenpfandfreien Tschechien) mehr und mehr aufgebraucht wurde. Die Qualität und vor allem die Treffsicherheit diverser Tonlagen wurde dadurch auf eine immer ernst zu nehmendere Probe gestellt. Leider wurde auch eine Scheibe, die unseren Abteil verschloss, aus ihrer Halterung "gelöst", ohne dabei zu Bruch zu gehen. Der Schaffner registrierte dies ohne irgendwelches Murren. :)

 

Irgendwann nächster Umstieg in Warburg. Ich vermute, dort gab es auch einen Bahnsteig. Nur hat den niemand gesehen, weil einfach alles von einem schwarzgelbes Freudenmeer bedeckt war.

 

Die Weiterfahrt bis Dortmund gestaltete sich analog der vorangegangenen Etappen.

 

Endlich in Dortmund angekommen (ich glaub, es war gegen 13 Uhr), war alles so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die ganze Stadt auf den Beinen, alle fein rausgeputzt.

Unser ursprünglicher Plan, zum Public Viewing in die Westfalenhalle wurde auch gleich wieder aufgegeben, da uns vereinzelte Borussen mitteilten, dass die Halle voll sei. Nachdem wir durch diverse Zugreisende wiedererkannt wurden, machte uns das doch sehr stolz und wir eierten Richtung Hotel.

 

Auch wir waren sehr überrascht, dass das Stadion in Sichtweite zum Hotel war. Sämtliche Stadiongänger liefen an uns vorbei und ließen uns Hoch leben. Hatte was von Meisterfeier auf dem Rathausbalkon, wir oben, die Fans unten:)

 

Nach den Strapazen der Zugfahrt und dem konstanten Bierkonsum entschlossen wir uns, das Spiel im Hotel anzuschauen. Lediglich Benjamin und Patrick H. hatten Karten für das Spiel zugelost bekommen. (ich verkneife mir jetzt jeglichen Kommentar:)

 

Nachdem die Jungs zurück waren, liefen wir alle zum Stadion, Fanshop-Besuch und die Hoffnung, irgendwas besonderes mitzukriegen.

Rico sammelte unterdessen das komplette Stadion leer. Inkl. Meisterrasen, diverser Fahnen, Becher,Papp-Meisterschalen, Sitzkissen usw. Nach gefühlten 3 Stunden kam er dann vollbepackt wieder im Hotel an.

 

Nächster Punkt, Nahrungsaufnahme.

Steakhaus Rodizio, ca 5 Gehminuten von unserem Hotel entfernt. Nachdem alle bestellt hatten (hunnerdzwansch un e bier), liefen auch dort vereinzelt BVB-Lieder, die natürlich die Lokalität beben ließen.

Nachdem (fast) alle ihre Teller leergefuttert hatten, gabs noch einen Schnappus vom Haus spendiert, da ich ja immer noch Geburstag hatte.

 

Nächster Tag, Meisterfeier bei den Westfalenhallen.

 

Wann wir aufgestanden sind, weiß ich nicht mehr. Erstmal Frühstück, Kaffee und danach ein Bier. Und ein Pfeffi.

Dann ab zum Fest. Vorher nochmal kurz halt vorm Stadion, Frühschoppen.Prost.

 

Auf dem Weg zum Veranstaltungsgelände wurden wir durch diverse Gesänge anderer Borussen belustigt ("Nimm ihn in den Mund, nimm ihn in den Mund, ich hab Geburtstag"). Mein Geburtstag war mittlerweile auch rum:)

 

Festgelände, erstmal Bier bestellt. Das ging auch relativ zügig. Noch. Es war ja auch erst 11 Uhr. Der Platz füllte sich mehr und mehr, das Bier schmeckte auch immer besser, und wollte auch irgendwie wieder raus aus dem Körper. Da die Getränke-Rückgabe-Boxen(auch DIXI genannt) relativ weit entfernt standen, entschloss man sich, anderweitig zu entleeren. Auf nähere Infos wird an dieser Stelle bewusst verzichtet.

 

Es wurde gefeiert, Kontakte wurden geknüpft (Grüße nach Münster!!) und irgendwann mussten wir wieder los. 18:10 fuhr ja unser Zug zurück nach Chemnitz. Erster Halt war Hannover. Umsteigezeit 36 Minuten.Biernachschub und Nahrung besorgt.

 

Da wir davon ausgegangen sind, dass wir die Einzigsten im ICE nach Leipzig sind, haben wir keinen großen Wert auf die uns zugewiesene Sitzplatzreservierung gelegt.

Bis die "Landfrauen Wolfenbüttel" zustiegen. Nach einigen heftigen Diskussionen, wurde durch sehr sprachgewandte Chemnitzer Borussen eine gewisse Sympathie hergestellt. Bitte nicht falsch verstehen, die Damen hätten allesamt unsere Mütter, wenn nicht sogar Großmütter sein können.

 

Die Damen haben sich durch unser Zugunterhaltungsprogramm so gut unterhalten gefühlt, dass unser Phrasenschwein durch eine der Damen auf den Namen "Susi Z." getauft wurde. Die Damen wurden dann zum Teil durch marktschreierische Aufforderungen dazu gebracht, den einen oder anderen Euro ins Schwein zu werfen. Beim Ausstieg der Damen halfen wir, wie sich das gehört, das Gepäck aus dem Waggon zu heben.

 

Letzter Umstieg dann in Leipzig, wo wir auf die Ultras vom Chemnitzer FC gestoßen sind. Diese sind gerade vom Auswärtsspiel gegen den FC Oberneuland gekommen. Einige nette Gespräche fanden statt, zu nahe kommen wollte man sich dennoch nicht.

 

!!!Pünktlich!!! um 0:57 Uhr war die Reise dann am Chemnitzer Hauptbahnhof beendet.

 

 

Danke für diese ereignisreiche, wundervolle Fahrt zum Deutschen Meister!

 

Erik

 

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